Neue Linien sind drin

Altlünen – Trotz zum Teil sehr schlechten Wetters hat die Fa. »INCAMPO« in dieser Woche an allen 6 Ascheplätzen des TV Altlünen die neuen Linien eingezogen (Beitragsbild). Lediglich die neuen Netztpfosten fehlen noch – dann ist die Platzsanierung der Tennisplätze des TVA nahezu abgeschlossen. Allerdings müssen die Courts in den nachsten Wochen noch bis zu achtmal gewalzt werden.

»Manpower« beim TVA

Altlünen – Viel geschafft wurde in den letzten Wochen rund um die Tennisplätze des TV Altlünen. Dabei konnte der Verein wieder einmal auf die Hilfe einiger Mitglieder setzen. Da wäre zunächst die neue Holzhütte (Beitragsbild), die aktuell von Wilfried Hoffmann, Gerd Wienke, Karl Grundmann, Tobias Zabel und Thomas Gollbach gegenüber der Ballwand aufgebaut wird. Am vergangenen Sonntag haben sich Dirk Rummel und Tobias Zabel auf den Weg nach Koblenz gemacht, um eine neue Motorwalze anzuschaffen. Die Walze ist notwendig um in den nächsten Jahren die neuen Tennisplätze in einem guten Zustand zu bewahren.

Karl Grundmann und Wilfried Hoffmann präsentieren
die neue Walze des TV Altlünen

Horst Seelbach kümmerte sich erneut um die Zugänge zu den Tennisplätzen. An den Plätzen 7 und 8 gibt es jetzt lediglich zwei Türen und einen Seiteneingang für die neue Walze.

Horst Seelbach beim Umbau der Tür an Platz 7

Auch Ingrid Grünewald bewies erneut das sie einen »Grünen Daumen« hat. Vor dem Bretterzaun an der neuen Terrasse stehen bereits zwei neue Blumenkübel.

Blumenkübel auf der neuen Terrasse

Sobald das Wetter jetzt stabil ist, wird die Fa. »INCAMPO« die restlichen Arbeiten an den neuen Tennisplätzen fortsetzen. Es werden dann neue Netzpfosten gesetzt, neue Linien eingebracht sowie ein Geländer an der neuen Terrasse montiert.

TVA nimmt Abschied

Altlünen – Am Montag ist das langjährige TVA-Mitglied Gudrun Fabian (Foto: Kellermann) im Alter von 98 Jahren gestorben. Die Trauerfeier findet am kommenden Freitag um 11 Uhr auf dem Friedhof Altlünen an der Cappenberger Straße statt.

Ein Nachruf von Renate Große Wiesmann

Zum Gedenken an Gudrun Fabian

In den Morgenstunden des 4. März ist Gudrun Fabian nach sehr kurzer, schwerer Erkrankung im St. Marienhospital in Lünen verstorben. Die letzten beiden Jahre ihres langen, so reichen, ausgefüllten Lebens wurde sie im Altenzentrum St. Norbert liebevoll betreut. Für ihren 99. Geburtstag Ende März hatte sie schon Pläne geschmiedet und war überzeugt, diesen Tag mit uns feiern zu können.
Nach der Geburt bei Leipzig verbrachte sie ihre Kindheit und Jugend in Dresden. Die Erlebnisse in den Kriegsjahren mit furchtbarem Bombardement, Feuersturm und Verwüstung hat sie hautnah miterlebt und nie vergessen können. Nach ihrer Ausbildung zur Technischen Lehrerin unterrichtete sie Kinder und Jugendliche zuerst in Springe. Dort heiratete sie Karl Fabian, ehe beide nach Warendorf umzogen. Im Jahre 1963 folgte sie ihm nach Lünen. Nach einer Erkrankung, die sie gut überstand, gab sie doch den Unterricht an der Realschule auf. Im Tennisclub Altlünen am Vogelsberg fanden beide eine zweite Heimat und ihr »Kali« prägte den Verein in den Jahren 1965 / 1966 als 1. Vorsitzender.
Ihre Freude am Sport und am Zusammensein mit Anderen ist ihr in all den Jahren nie verloren gegangen. Als ihr Mann viel zu früh starb – 1984 – schloss sie sich noch enger dem TVA an. Im Freundeskreis wurde weiterhin gekegelt, regelmäßig gereist und gefeiert. Als Mannschaftsmitglied fuhr sie an Wochenenden zu den Turnieren und war mit ihrem Temperament, ihrem Humor und ihrem Charme eine Bereicherung jeder Begegnung. Das wöchentliche Treffen mit den »ACA -Damen«, in den frühen Jahren zum Tennisspiel, später zum Frühstücken und Klönen war ihr immer eine besondere Freude! Um den Kontakt zu ihrer ehemaligen Tennismannschaft nicht zu verlieren, traf Gudrun sich 14tägig am runden Tisch zum geselligen Würfelspiel. Als Jüngere sie einmal fragten, was gegen Gedächtnisschwäche zu tun sei, bot sie sich als Bridge-Lehrerin an. Mehr als 25 Jahre traf sie sich regelmäßig zum Kartenspiel; auch dann noch, als sie nach dem dritten Umzug innerhalb Lünens im Altenzentrum St. Norbert ihre letzte Bleibe fand. Weil neugierig auf alles, was ihren Alltag farbiger machen konnte, war ihr Terminkalender immer gut gefüllt. Nach einem Armbruch konnte sie ihre rechte Hand leider nicht mehr nutzen und war nun dauerhaft auf Hilfe angewiesen. Weil Gudrun keine Familienangehörigen hatte, sorgten nun zwei Freundinnen regelmäßig, sehr intensiv und liebevoll für sie, nahmen ihr alles ab, was im Alter beschwerlich war!

Wir verlieren in Gudrun, die einen so langen und erlebnisreichen Weg gehen durfte, eine gute und liebe Freundin, eine Weggefährtin und ein für uns Jüngere immer präsentes Vorbild. Bereit, ihren Alltag mit anderen zu teilen; immer bereit, ihr Äußeres zu pflegen und modisch aktuell zu sein; stets bereit für Unternehmungen, auch wenn dies im hohen Alter schon beschwerlich wurde.
Gudrun wird im TVA eine riesengroße Lücke hinterlassen; sie wird unvergessen bleiben und uns immer mahnen, dass Aufgeschlossenheit, Lebensmut und Lebensfreude nie verloren gehen dürfen!